Fr
13
Jan
2012
Die Konsequenz eines gewünschten Verhaltens
Ganz einfach ausgedrückt findet ein Lernen durch Belohnung oder Bestrafung statt. Das Verhalten eines Hundes hat also eine positive oder negative Konsequenz für ihn. Zeigt der Hund das aus unserer Sicht gewünschtes Verhalten wird er dafür belohnt, zeigt er ein unerwünschtes Verhalten wird er bestraft. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht. Vor allem dann nicht, wenn Hunde durch ungünstige Lernverbindungen im Aufbau nie wirklich gelernt haben die Kooperation mit dem Hundeführer zum eigenen Vorteil zu nutzen. Oftmals ensteht dann eine Situation in der ein Hund nicht nur gegen den Helfer arbeiten muß, sondern auch noch gegen seinen Hundeführer. Um diesem Problem abhilfe zu schaffen ist es erforderlich zunächsteinmal das gewünschte Verhalten positiv zu bestärken. In dem Video wird der Hund nach dem Abrufen vom Helfer in der Grundstellung für sein kommen bestätigt.
Di
03
Jan
2012
Schutzdienst mit dem jungen Hund
Der noch sehr junge Hund lernt am Anfang das er über seine Aktivitäten den Helfer vertreiben kann. Das gibt dem Hund ein gewisses Maß an Selbstvertrauen und er kann die ersten Erfolge verbuchen die sein Verhalten auch gleichzeitig verstärken. Zeigt der Hund genügend gute Aktivitäten in Richtung des Helfers, werden diese in ein Beuteobjekt kanalisiert. Je nach Veranlagung des Hundes erfolgt der Anbiß durch einen deutlichen Beutereiz oder aber aus einem Angriff auf den Hund, natürlich dem Alter angepaßt. Optimale Lernerfolge stellen sich durch eine zwar kurze, aber dafür intensive Training Session ein.
Mi
07
Dez
2011
Die erste kurze Flucht
Nachdem Cheguevara (so heißt der Hund) die letzten Training Sessions sehr gut unter Signalkontrolle stand habe ich beschlossen nun einen weiteren Übungsteil einzubauen. Man sieht hier auf dem Video die erste kurze Flucht die der Hund jemals gemacht hat. Er wirkt fast unbeholfen und hat noch keine gute Bewegungsmotorik. Durch die nötigen Wiederholungen wird sich das sehr schnell verbessern. Auch in diesem Video sieht man einmal mehr, das wir die Hunde insgesamt trieblich nicht zu sehr anreizen. Ein Hund entwickelt sich so oder so seinen genetischen Qualitäten entsprechend. Viel wichtiger für mich ist es das der Hundeführer die geforderten technischen Verhalten jederzeit abrufen kann, ohne dabei jedesmal mit negativen Reizen den Hund beim Lernen zu stören.
Mi
30
Nov
2011
Es muß nicht immer gleich der Hetzarm sein
Beim Schutzdienst Training geht es ja auch um Gefühle (Triebstimmungen) die im Hund durch verschiedene Faktoren zustande kommen. Wir wissen wie es ist wenn man wütend ist, man kann sich regelgerecht reinsteigern und findet oftmals kein Ende. So kann es auch dem Hund gehen, vor allem wenn man ihm etwas streitig macht auf das er gewisse Besitzansprüche hat. Die Beute oder sein Spielzeug (Ball) eignet sich sehr gut um 1) dieses Gefühl im Hund zu erzeugen und 2) um es dann über die Bestätigung auch zu verstärken.
Di
08
Nov
2011
Bellen - Beißen - Hören
In dieser Training Session wird eigentlich nur abgeprüft ob die Hundeführerin ihre Hausaufgaben gemacht hat. Lernziel war es, ganz alleine und Zuhause, mit einem Beißobjekt, die Verhaltensweisen Sitz, Aus und Vorran zu trainieren und diese unter Signalkontrolle zu stellen. Zeigt ein Hund gute Lernverbindungen (Hörzeichen - Verhalten) in Richtung Hundeführer, heißt das noch lange nicht das diese auch in Verbindung mit einem Helfer abgerufen werden können. Das triebliche Niveau wird deswegen in dieser Session noch bewußt niedrig gehalten, es geht erstmal nur darum Lernverhalten zu generalisieren. Der Click hilft dem Hund schnell Handlungssicherheit zu bekommen. Die Hundeführerin konnte alle drei Verhalten über das Hörzeichen abrufen, sie hat ihre Hausaufgaben sehr gut gemacht! :)
Fr
04
Nov
2011
Ob das Training funktioniert hat?
Das interessante an einer Prüfung ist doch überprüfen zu können, ob die Trainingsleistung mit der Prüfungsleistung übereinstimmt. In der Prüfungssituation können viele auf den Hund wirkende Reize wie z.B. Korrekturen aber auch das Loben nicht genutzt werden. Erst hier sieht man ob die Ausbildung tatsächlich etwas gebracht hat und der Hund auch so funktioniert wie beim Training. Der im Video gezeigte Hund hat vor allem Probleme im Bereich der Führigkeit. Bei Gebrauchshunden dieser Qualität ist es nicht ganz einfach diese Triebenergien zu kontrollieren. Sowohl beim Rücken- als auch bei den Seitentransporten scheint mir der Hund noch nicht mit der nötigen Ruhe und Gelassenheit bei der Sache zu sein, hier gibt es noch eine Menge zu tun!
Mi
31
Aug
2011
Training am Hetzpfahl
Das Training mit einer Hetzleine hat verschiedene Vorteile sowohl für den Hundeführer als auch für den Schutzdienst Helfer. Die verschiedenen Phasen einer Session können sehr gezielt und vor allem kontrolliert gearbeitet werden. Während der Schutzdienst Helfer bestimmen kann ob und wann der Hund in eine straffe oder lose Leine gestellt wird, kann der Hundeführer sehr entspannt und prüfungsrelevant an seinen Hund heran treten oder sich auch entfernen. Die durch die Prüfungsordnung definierten Anforderungen sehen vor das der Hund in drei Bereichen zu funktionieren hat. Er muß sich Gehorsam zeigen, er muß Angriffe und Belastungen abwehren und er muß einen sich passiv verhaltenen Scheintäter verbellen bzw anzeigen. In dieser Training Session wird versucht diesen Anforderungen gerecht zu werden.
Mi
27
Jul
2011
Stellen & Verbellen
In dieser Training Session wird Champus das erste mal mit einer zweiten Leine am Ausbildungshalsband in die Verbell Situation geführt. Dieser Reiz erzeugt einen Konflikt der ein Auslöser für ein aktives Aggressionsverhalten (Bellen) ist. Dieser Konflikt ist also gewollt. Der Hund antwortet mit einem Verhalten (Bellen) das zuvor viele male positiv bestärkt wurde. Bis heute hatten wir immer eine Barriere zwischen Hund und Helfer und haben ein Gliederhalsband benutzt. Ich denke der Hund hat sich wacker geschlagen und ich bin sehr gespannt auf die folgenden Übungsstunden.
So
27
Mär
2011
Ritualisierter Schutzdienst
Der Schutzdienst muß nicht immer oder unbedingt in seiner praktischen Ausführung bedeuten dem Hund einen Kriegsschauplatz zu bieten. Die neuen erworbenen Erkenntnisse beim Training der Unterordnung haben es erforderlich gemacht auch beim Schutzdienst eine andere inhaltliche Ausrichtung der Zielsetzung des Trainings zu bekommen. Ich versuche gerade beim Schutzdienst mit dem jungen Schäferhund eine möglichst stressfreie Atmosphäre zu erzeugen in der er ungezwungen Lernen kann. Tragendes Element der folgenden Training Session ist die positive Verstärkung von Handlungen die gezielt über konditionierte Signale (Körperreize & Stimmreize) abgerufen werden. In der gesamten Session wird nur 1x ziemlich am Anfang mit einer positiven Bestrafung gearbeitet. Auf die Verwendung von einer Leine, Stachelhalsband oder E-Gerät wird bewußt verzichtet, …. wollen wir doch dem Hund etwas Lernen und nicht etwas erzwingen.
So
24
Okt
2010
Beispielhafter Schutzdienst
Jeder hat so seine Vorstellung davon wie das Ergebnis eines Trainings am Ende (Prüfung) auszusehen hat. Ich habe beim Surfen im WWW eine Schutzdienstarbeit gefunden die für mich beispielhaft ist. Dieser schwarze Rüde zeigt eine klasse Kombination von trieblichen Engagement und prüfungsrelevanter Korrektheit. Die Einstiege sind zielstrebig mit guter Wucht, das Griffverhalten ist voll und fest und die Gehorsamsphasen sehen weder gedrückt noch meidig aus, sie sind geprägt von einem aufrechten Gang und immer in der richtigen Position. Die Performance zeigt deutlich das nicht immer nur die durchgeknallten trieblich völlig überzogenen Hunde eine tolle Leistung bringen. Ich werde dieses Video in Erinnerung behalten um mein Trainingsziel immer wieder vor Augen zu haben.