Die Intention in dieser Session ist es weg vom blödsinnigen Trieb machen über die Beute, hin zu einer mehr bewussten Interaktion von Hund, Hundeführer und Helfer. Nicht das Trieblevel ist entscheidend, sondern die Aufgabe, die den Hund erwartet.

Nur wenn der Hund die Chance hat sich mit einem Helfer (Gegner) auseinander zu setzen, kann er lernen ihn auch zu dominieren. Das heißt nichts anderes das der Hund dem Helfer sein Handeln aufzwingt. Der Hund kontrolliert den Helfer durch seine Aktivitäten. Diese Kontrolle des Hundes über den Helfer spielt sich nicht nur in der Aggression ab, auch in der Beute, und aus der Sicht des Hundes und richtig angebahnt, auch durch seine technischen Verhaltensweisen (Gehorsam). Jeder Hund, egal welcher Veranlagung, hat die Möglichkeit zu dominieren, auf seinem genetisch ihm vorgegebenen Level, solange er ausbildungstechnisch dazu eine Gelegenheit bekommt.

Genau darum geht es. Die Idee, daß sich ein Hund auch wirklich mit dem Helfer auseinandersetzen will, bedeutet auch das er nicht übertrieben motivationsgesteuert ohne Sinn und Verstand arbeitet, sondern mit Bewusstsein, vermenschlicht gesagt, mit Überlegung handelt, er sich auch strategisch Verhalten kann, er seine Aufgabe kennt und einschätzen kann. Um das zu erreichen muss man in diese Richtung trainieren. Es geht dabei nicht um Geschwindigkeit, um höher, schneller und weiter, sondern um Selbstständigkeit die ja vielen Hunden von Anfang an genommen wird. Viel zu oft werden Hunde im Training einfach über extreme Reizlagen im Trieb hochgezogen und dann in Verhaltensweisen gepresst, komme was wolle!

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